Datenschutzerklärung

nono schützt Menschen am Festnetz vor Telefonbetrug. Dafür verarbeiten wir Daten über Anrufe — die der geschützten Person, die der Anrufenden und die der Angehörigen, die die App nutzen. Diese Erklärung beschreibt, was dabei genau passiert. Sie richtet sich an alle drei.

1 · Verantwortlicher

LEO & LUCY UG (haftungsbeschränkt) i. G.
Am Bühel 1, 82544 Egling
Vertreten durch den Geschäftsführer Quentin Leopold
E-Mail: hallo@heynono.de

Für alle Fragen zum Datenschutz und zur Ausübung Ihrer Rechte erreichen Sie uns unter dieser Adresse.

2 · Das Wichtigste in Kürze

3 · Diese Website

Beim Aufruf verarbeitet unser Server technisch notwendige Zugriffsdaten: IP-Adresse, Zeitpunkt, aufgerufene Adresse, Browserkennung und übertragene Datenmenge. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO — unser berechtigtes Interesse an einem sicheren und stabilen Betrieb. Die Zugriffsprotokolle werden nach sieben Tagen gelöscht.

Wir verwenden keine Analysewerkzeuge, kein Tracking und keine Inhalte von Drittanbietern. Einen Cookie setzt die Website nur, wenn sich ein Mitarbeiter im Betreiberbereich anmeldet; er ist dafür technisch notwendig und läuft nach sieben Tagen ab.

4 · Konto und App

Welche Daten: E-Mail-Adresse, Passwort (nur als Prüfsumme nach dem Argon2id-Verfahren, nie im Klartext), Name, Sprache, Name des Haushalts, die Mitglieder eines Haushalts und ihre Rolle, Ihre Einstellungen für Mitteilungen sowie die Gerätekennung für Mitteilungen aufs Handy.

Sicherheitsprotokoll: Anmeldungen und Änderungen am Konto oder an einem Gerät protokollieren wir mit Zeitpunkt und IP-Adresse, um Missbrauch erkennen und aufklären zu können (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO — Erfüllung des Vertrags mit Ihnen.

Löschung: Sie können Ihr Konto in der App löschen. Die Löschung wird 30 Tage später endgültig vollzogen; bis dahin können Sie sie widerrufen. Danach sind Konto, Haushalt, Geräte, Anrufe, Listen und Mitteilungskennungen gelöscht. Einträge im Sicherheitsprotokoll bleiben ohne Bezug zu Ihrer Person und ohne IP-Adresse erhalten.

5 · Die Box und die Anrufe

Was die Box bei jedem Anruf verarbeitet: die Rufnummer (sofern übermittelt), einen Namen aus Ihren Listen oder dem Telefonbuch Ihrer FRITZ!Box, den Zeitpunkt und die Dauer, die errechnete Punktzahl, die Begründungen („ruft zum ersten Mal an", „Anruf zur Nachtzeit") und die getroffene Entscheidung — etwa durchgestellt, geprüft oder abgewiesen.

Was davon zu uns kommt: Diese Anrufdaten überträgt die Box verschlüsselt an unseren Server, damit Sie sie in der App sehen und benachrichtigt werden können. Rufnummern und Namen speichern wir dort ausschließlich verschlüsselt (AES-256-GCM, für jedes Gerät ein eigener Schlüssel). Entschlüsselt werden sie nur, wenn Sie oder berechtigte Angehörige sie in der App abrufen.

Ihre Listen: Vertraute Kontakte und gesperrte Nummern, die Sie anlegen oder aus dem Telefonbuch Ihrer FRITZ!Box übernehmen, speichern wir ebenso verschlüsselt.

Betriebsdaten der Box: Softwarestand, Erreichbarkeit, Modell und Softwarestand Ihres Routers, Name des WLANs, die Adresse der Box im Heimnetz sowie Zustandswerte wie Speicher und Temperatur. Wir brauchen sie, um Störungen zu erkennen und zu beheben.

Einrichtung: Das Kennwort Ihrer FRITZ!Box wird nur während der Einrichtung auf der Box verwendet. Es wird weder gespeichert noch an uns übertragen.

Wer die Anrufdaten sehen kann: Sie und die Personen, die Sie in Ihren Haushalt eingeladen haben. Unsere Mitarbeiter sehen keine Rufnummern und keine Namen. Braucht der Support ausnahmsweise Einblick in Ihr Konto, fragt er Sie vorher in der App um Erlaubnis. Er nennt dabei den Grund, und der Zugriff endet automatisch.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO gegenüber Ihnen als Kundin oder Kunde. Gegenüber der geschützten Person und den Anrufenden: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO — das berechtigte Interesse, die geschützte Person vor Betrug zu bewahren. Siehe auch Abschnitt 8.

6 · Gesprächsprüfung

Die Gesprächsprüfung ist eine zusätzliche Funktion und nur aktiv, wenn sie für die Box eingeschaltet ist.

Was passiert: Nimmt die geschützte Person einen Anruf an, hört die Box mit. Sie schickt das Gespräch in Abschnitten von etwa zehn Sekunden verschlüsselt an unseren Server. Dort wird der Ton in Text umgewandelt und der Text auf typische Merkmale von Betrug geprüft — etwa, ob sich jemand als Angehöriger oder als Polizei ausgibt oder Geld fordert. Ergibt sich ein klarer Betrugsverdacht, beendet die Box das Gespräch und benachrichtigt die Angehörigen.

Was nie geprüft wird: Gespräche mit Nummern auf der Liste vertrauter Kontakte.

Was gespeichert wird: Der Ton liegt auf der Box nur im Arbeitsspeicher und wird nach jedem Abschnitt verworfen. Auf unserem Server wird er nicht gespeichert. Der erkannte Text bleibt während des Gesprächs im Arbeitsspeicher, damit der Zusammenhang erhalten bleibt, und wird danach verworfen, spätestens nach 20 Minuten. Gespeichert werden nur die erkannten Merkmale und die Punktzahl — als Teil des Anrufeintrags aus Abschnitt 5.

Dienstleister: Spracherkennung und Prüfung übernimmt für uns die Groq, Inc., USA, in unserem Auftrag. Dafür erhält Groq den Ton der Abschnitte und den erkannten Text, aber keine Rufnummer und keinen Namen. Zur Übermittlung in die USA siehe Abschnitt 11.

Hinweis an die Anrufenden: Ist die Gesprächsprüfung eingeschaltet, wird niemand ohne Ansage durchgestellt, der nicht auf der Liste vertrauter Kontakte steht. Die Box nimmt zuerst selbst ab und sagt an, dass der Anschluss durch eine automatische Anrufprüfung geschützt ist. Erst wenn der Anrufende daraufhin die 1 drückt, klingelt das Telefon.

Rechtsgrundlage: die Einwilligung der geschützten Person (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO), die bei der Einrichtung vorliegen muss (Abschnitt 8). Gegenüber den Anrufenden: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO — der Schutz der angerufenen Person vor Betrug. Die Anrufenden werden durch die Ansage informiert und bestätigen mit der 1, dass sie verbunden werden wollen.

7 · Gemeinsame Betrugsdatenbank

Um vor bekannten Betrugsnummern zu warnen, zählen wir, in wie vielen Haushalten eine Rufnummer auffällig wurde. In dieser gemeinsamen Datenbank steht keine Rufnummer, sondern nur eine nicht rückrechenbare Prüfsumme (HMAC-SHA-256 mit einem geheimen Schlüssel) und Zähler. Aus ihr lässt sich weder eine Rufnummer noch ein Haushalt ablesen.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO — das berechtigte Interesse, alle Nutzerinnen und Nutzer vor Telefonbetrug zu schützen.

8 · Die geschützte Person

Dieser Abschnitt betrifft nicht Sie als Kundin oder Kunde, sondern den Menschen, dessen Anschluss geschützt wird.

Wer nono einrichtet, verarbeitet Daten über die Anrufe einer anderen Person. Diese Person muss davon wissen und einverstanden sein — erst recht, wenn die Gesprächsprüfung eingeschaltet ist. Sie ist die betroffene Person im Sinne der DSGVO und hat alle Rechte aus Abschnitt 13.

Sie sichern uns bei der Einrichtung zu, dass diese Einwilligung vorliegt. Kann die Person selbst nicht mehr wirksam einwilligen — etwa bei fortgeschrittener Demenz —, braucht es eine rechtliche Betreuung oder Vorsorgevollmacht, die diesen Bereich abdeckt. Bitte klären Sie das vorher; wir können es nicht für Sie prüfen.

9 · Mitteilungen aufs Handy

Zur Zustellung nutzen wir den Apple Push Notification service (Apple Inc., USA) beziehungsweise Firebase Cloud Messaging (Google Ireland Limited). Übertragen werden der Name der Box, die Bewertungsstufe und bis zu drei Begründungen — keine Rufnummer und kein Wortlaut des Gesprächs. Die Nummer holt die App erst über die verschlüsselte Verbindung, wenn Sie die Mitteilung öffnen.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.

10 · Abonnement

Ein Abonnement schließen Sie über den App Store (Apple) oder Google Play ab. Zahlungs- und Rechnungsdaten verarbeitet der jeweilige Store; wir erhalten sie nicht. Zur Verwaltung der Abonnements setzen wir RevenueCat, Inc., USA, ein. RevenueCat erhält eine zufällige Kennung Ihres Kontos und den Status Ihres Kaufs, aber weder Ihren Namen noch Anrufdaten.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.

11 · Empfänger und Übermittlung in Drittländer

Wir geben Daten nur an Dienstleister weiter, die sie in unserem Auftrag und nach unseren Weisungen verarbeiten:

Soweit dabei Daten in die USA übermittelt werden, geschieht das auf Grundlage des Angemessenheitsbeschlusses der EU-Kommission zum EU-U.S. Data Privacy Framework, sofern der Empfänger danach zertifiziert ist, und im Übrigen auf Grundlage der Standardvertragsklauseln der EU-Kommission (Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO).

12 · Speicherdauer

13 · Ihre Rechte

Sie haben das Recht auf Auskunft (Art. 15 DSGVO), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18) und Datenübertragbarkeit (Art. 20). Eine Auskunft und die Löschung Ihres Kontos können Sie direkt in der App auslösen.

Widerspruch: Soweit wir Daten auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO verarbeiten, können Sie dem aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit widersprechen (Art. 21 DSGVO).

Widerruf: Eine Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Gesprächsprüfung wird dann für die Box ausgeschaltet.

Beschwerde: Sie können sich bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde beschweren. Für uns zuständig ist das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht, Promenade 18, 91522 Ansbach.

Auch Anrufende und die geschützte Person können diese Rechte ausüben. Schreiben Sie uns dazu an die Adresse in Abschnitt 1.

14 · Automatisierte Entscheidungen

Die Box entscheidet automatisch, ob ein Anruf durchgestellt, geprüft oder abgewiesen wird, und bei eingeschalteter Gesprächsprüfung, ob ein Gespräch beendet wird. Das dient allein dem Schutz vor Betrug. Die Bewertung hat keine rechtliche Wirkung für die Anrufenden. Die Angehörigen sehen jede Entscheidung mit ihren Gründen in der App und können sie korrigieren, etwa indem sie eine Nummer auf die Liste vertrauter Kontakte setzen.

15 · Was wir nicht tun

Stand: 30. September 2026